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Blumen-Perlenring mit Rocailles selber machen - sommerliche DIY-Ideen

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Ein Blumen-Perlenring gehört für uns zu diesen kleinen Projekten, bei denen wir sofort Lust bekommen, noch eine zweite Farbkombination auszuprobieren. Für unseren weißen Ring haben wir Rocailles in Weiß, Gelb und Mint verwendet. Die weißen Perlen bilden die Blüten, Gelb sitzt in der Mitte und die grünen Perlen verbinden die einzelnen Blumen miteinander. So entsteht nach und nach ein schmaler Blütenkranz, der leicht am Finger sitzt und besonders schön zu sommerlichen Kleidern, Leinen oder Jeans aussieht.


Das Muster sieht auf den ersten Blick aufwendiger aus, als es ist. Wir arbeiten mit zwei Fadenenden und kreuzen sie an bestimmten Stellen. Nach der ersten Blüte wiederholt sich die Fädelweise immer wieder. Deshalb eignet sich unser Blumen-Perlenring auch gut für dich, wenn du bisher nur einfache Perlenketten gefädelt hast. In dieser Anleitung zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie wir die einzelnen Blüten und ihre grünen Verbindungen aufbauen.

💡 Did you know

Die Daisy-Chain-Technik wird nicht nur für Ringe, sondern auch für Armbänder, Ketten und Fußkettchen verwendet.

Diese Materialien brauchst du:

Warum Rocailles perfekt für florale Ringe sind


Rocailles sind kleine, rundliche Glasperlen mit einem Loch in der Mitte. Im Englischen werden sie als **Seed Beads** bezeichnet - wörtlich übersetzt also Saatperlen, weil ihre feine Form an kleine Samen erinnert. Wir verwenden sie besonders gern für Blumen-Perlenringe, denn mit wenigen Perlen lassen sich Blütenblätter, Blütenmitten, Blätter und schmale Ringbänder gestalten.


Für unsere filigranen Blumen-Perlenringe eignen sich kleine Rocailles beziehungsweise Seed Beads besonders gut. Wichtig ist, dass die Öffnung groß genug ist, um den Faden bei der Kreuztechnik mehrmals hindurchzuführen. Für die Blütenmitte können wir eine Rocaille in einer Kontrastfarbe verwenden. Möchten wir die Mitte deutlicher hervorheben, setzen wir stattdessen eine etwas größere Perle mit etwa 3 bis 4 mm ein.

Rocailles glasperlen Perlenring blumen material

Rocailles gibt es in vielen Größen, Farben und Oberflächen: deckend, transparent, matt, glänzend oder mit Metallic-Effekt. Für ein gleichmäßiges Blumenmuster wählen wir möglichst einheitlich geformte Perlen aus derselben Größenserie. Sind einzelne Rocailles deutlich größer oder kleiner, kann sich die Blüte verziehen. 

Kleine Abweichungen sind bei Glasperlen jedoch ganz normal und geben dem fertigen Ring seinen handgefertigten Charakter.

Dieses Material verwenden wir:


- Rocailles aus Glas, möglichst gleichmäßig in Form und Größe- Perlen in zwei bis vier Farben: Blütenblätter, Blütenmitte, Blätter und Ringbasis

- optional etwas größere Perlen mit etwa 3-4 mm für eine markante Blütenmitte

- Nylonfaden, Perlgarn oder feinen Schmuckdraht; wir empfehlen Perlgarn

- bei sehr feinen Perlen eine dünne Perlen- oder Fädelnadel

- Schere

- eventuell einen winzigen Punkt Schmuckkleber zum Sichern des Knotens

Für den Blumen-Perlenring können wir Nylonfaden, Perlgarn oder einen feinen Draht verwenden. Wir empfehlen Perlgarn, weil es weich am Finger liegt und sich gut mehrmals durch dieselbe Rocaille führen lässt. Nylonfaden gibt den Blüten etwas mehr Stand. 

Draht hält das Muster zwar sehr klar in Form, macht den Ring aber fester und weniger anschmiegsam. Wichtig ist bei jedem Material, dass es dünn genug für mehrfache Durchgänge durch die Perlenlöcher und gleichzeitig stabil genug für den Alltag ist.

Blumen-Perlenring fädeln: unsere Anleitung passend zur Skizze

Für unseren Blumen-Perlenring arbeiten wir mit zwei Fadenenden. In der Skizze stehen die grauen beziehungsweise weißen Perlen für die Blütenblätter, Gelb für die Blütenmitte und Grün für die Verbindung zwischen zwei Blumen. Wir schneiden den gewählten Faden großzügig ab. Etwa 60 bis 80 Zentimeter sind für einen Ring meist angenehm, weil wir beide Enden während der gesamten Arbeit mehrmals durch weitere Perlen führen.

Schritt 1: Sechs weiße Perlen auffädeln


Zuerst fädeln wir sechs weiße Rocailles auf unseren gewählten Faden. Dafür können wir Nylonfaden, Perlgarn oder einen feinen Draht verwenden. Wir selbst empfehlen Perlgarn, weil es angenehm weich ist und sich gut durch die kleinen Perlenöffnungen führen lässt.
Wir schieben die sechs weißen Perlen ungefähr in die Mitte des Fadens. So bleiben das linke und das rechte Fadenende annähernd gleich lang und wir können auf beiden Seiten bequem weiterarbeiten.


Schritt 2: Die gelbe Perle - Blütenmitte


Anschließend nehmen wir eine gelbe Perle für die Blütenmitte auf. Dazu fädeln wir beide Fäden von der gleichen Seite durch dieselbe gelbe Perle. Nach dem Durchfädeln liegen beide Fäden gemeinsam auf der gegenüberliegenden Seite der gelben Perle.
Nun ziehen wir die beiden Fäden gleichmäßig an. Die gelbe Perle rückt dadurch an die sechs weißen Perlen heran und bildet die Blütenmitte. Ziehe die Fäden zunächst nur leicht fest, damit sich die weißen Perlen im nächsten Schritt noch sauber ausrichten lassen.

fädelanleitung blumen perlenring blüte einfach

Schritt 3: Die Fäden durch die seitlichen Perlen zurückführen


Jetzt führen wir das linke Fadenende durch die zwei weißen Perlen auf der linken Seite, die direkt nach der gelben Perle liegen. Dabei fädeln wir von hinten nach vorne in Richtung der gelben Perle. Auf der rechten Seite machen wir genau dasselbe: Das rechte Fadenende wird von hinten nach vorne durch die beiden rechten weißen Perlen geführt.


Wenn wir beide Fäden vorsichtig anziehen, ist der erste Teil unserer Blüte bereits gut zu erkennen. Die sechs weißen Perlen legen sich um die gelbe Mitte und die beiden Fadenenden treten links und rechts an der passenden Stelle aus.

Schritt 4: Zwei weiße Perlen kreuzen


Als Nächstes nehmen wir zwei weitere weiße Rocailles auf. Durch diese beiden Perlen führen wir beide Fadenenden in entgegengesetzter Richtung. Das bedeutet: Ein Faden läuft von links nach rechts durch beide Perlen, der andere von rechts nach links. Wir kreuzen die Fäden also in beiden weißen Perlen.


Nach dem Anziehen befindet sich an jeder Seite der beiden weißen Perlen wieder ein Fadenende. Diese zwei gekreuzten Perlen vervollständigen die erste Blüte und bilden gleichzeitig den Ausgangspunkt für die Verbindung zur nächsten Blume.

Schritt 5: Die grünen Verbindungsperlen einsetzen


Nun fädeln wir auf jedes Fadenende eine grüne Perle. Links sitzt danach eine grüne Rocaille und rechts ebenfalls. Diese beiden Perlen verbinden unsere Blumen miteinander und sehen im fertigen Ring wie kleine Blätter zwischen den weißen Blüten aus.
Für einen klassisch sommerlichen Blumen-Perlenring verwenden wir Mint- oder Blattgrün. Wir können die Zwischenperlen aber ebenso in Weiß, Transparent oder einer Kontrastfarbe arbeiten.


Schritt 6: Mit der nächsten Blüte beginnen


Nach den grünen Zwischenperlen fädeln wir wieder zwei weiße Rocailles auf und kreuzen beide Fadenenden darin - genauso wie in Schritt 4. Ein Faden läuft von links nach rechts durch beide Perlen, der andere von rechts nach links. Anschließend ziehen wir die Fäden gleichmäßig an.
Diese beiden weißen Perlen bilden den unteren Ausgangspunkt unserer nächsten Blüte.

fädelanleitung blumen-perlenring sommer diy

Schritt 7: Die zweite Blüte fertigstellen und das Muster wiederholen


Im nächsten Schritt fädeln wir auf beide Fadenseiten jeweils zwei weiße Perlen. Danach verfahren wir genauso wie bei unserer ersten Blüte:


1. Wir nehmen eine gelbe Perle auf und fädeln beide Enden in der gleichen Richtung durch die Perle.

2. Wir führen den linken Faden von hinten nach vorne durch die zwei linken weißen Perlen in Richtung der gelben Mitte.

3. Den rechten Faden führen wir auf dieselbe Weise durch die zwei rechten weißen Perlen.

4. Wir nehmen zwei weiße Perlen auf und kreuzen beide Fäden darin.

5. Auf jedes Fadenende kommt wieder eine grüne Verbindungsperle.

6. Mit zwei gekreuzten weißen Perlen beginnen wir die nächste Blüte.



Diese Reihenfolge wiederholen wir, bis unser gefädeltes Band bequem um den gewünschten Finger passt. Zwischendurch legen wir es immer wieder probeweise an. Der Ring soll anliegen, aber nicht spannen.


Sobald die Länge stimmt, verbinden wir die letzte Blüte mit der ersten. Dafür führen wir die Fadenenden durch die passenden weißen Anfangsperlen, ziehen den Ring vorsichtig in Form und sichern die Enden mit zwei bis drei festen Knoten. Anschließend führen wir die Fadenenden noch durch mehrere benachbarte Rocailles und schneiden sie erst dort ab. So bleibt der Abschluss möglichst unauffällig.

fädelanleitung blumen perlenring skizze visualisierung

Wichtig beim Festziehen

Ziehen wir zu locker, werden die Blumen länglich und die gelbe Mitte kann verrutschen. Ziehen wir zu fest, wölbt sich das Ringband. Deshalb spannen wir beide Fadenenden nach jeder Blüte gleichzeitig und richten die Perlen bei Bedarf mit dem Fingernagel aus. Ein gleichmäßiger Zug ist wichtiger als besonders viel Kraft.


Knoten, Haltbarkeit und Pflege


Wir schließen den Ring mit einem sicheren Doppelknoten oder einem für das gewählte Material passenden Schmuckknoten. Wenn es die Lochgrößen erlauben, führen wir beide Fadenenden anschließend durch mehrere benachbarte Perlen zurück und schneiden sie erst dort ab. Ein winziger Punkt Schmuckkleber kann den Knoten zusätzlich sichern; zu viel Kleber wird hart und sichtbar.


Auch unser Glasperlen-Schmuck freut sich über etwas Aufmerksamkeit. Wir legen den Ring beim Duschen, Schwimmen, Sport und bei der Gartenarbeit ab. Parfum, Creme, Reinigungsmittel, Chlor und Salzwasser können Faden, Beschichtungen oder Metallic-Farben belasten. 

Perlenringe blumen fädelanleitung bildbeschreibung

Alternative: Blüte mit fünf Perlen und größerer Mitte

Für kleinere, deutlich abgesetzte Blumen verwenden wir fünf Rocailles für die Blütenblätter. In diese Blüte setzen wir eine etwas größere Perle von ungefähr 3 bis 4 mm als Mitte. Die größere Mittelperle hebt sich sichtbar ab und gibt der Blume mehr Tiefe. Vorher arbeiten wir eine einzelne Probeblüte. So sehen wir, ob Faden und Perlenlöcher breit genug sind, denn der Faden läuft teilweise mehrmals durch dieselbe Rocaille.

blumen perling gänseblümchen anwendungsbeispiel

Variante 1: Der Gänseblümchenkranz


Für diese Variante verwenden wir fünf weiße Rocailles als Blütenblätter und setzen eine gelbe Perle in die Mitte. Zwischen zwei Blumen fädeln wir ein oder zwei mintgrüne Perlen. Wir wiederholen diese Folge, bis das Band um den Finger reicht. Auf unseren Bildern ist der Ring besonders dicht gearbeitet: Die Blumen berühren sich fast und bilden einen kleinen Kranz. Für eine luftigere Variante setzen wir zwischen den Blüten zwei bis vier Basisperlen ein.
Farbkombination: Weiß + Sonnengelb + Mintgrün. Diese Palette wirkt klar, frisch und lässt sich wunderbar zu Leinen, Denim, Weiß, Salbeigrün oder einem floralen Sommerkleid kombinieren.

blumen perling gänseblümchen anwendungsbeispiel auf finger

Variante 2: Sonnenblumen in Gelb und Grün


Bei der Sonnenblumen-Variante ersetzen wir die weißen Blütenblätter durch kräftiges Gelb. Für die Mitte verwenden wir transparente bernsteinfarbene oder goldene Rocailles und dazwischen setzen wir dunkelgrüne Perlen. Das Ergebnis wirkt wärmer und kräftiger. Einzeln getragen wird dieser Ring zum leuchtenden Farbakzent; zusammen mit dem weißen Blumenring entsteht ein modernes Ring-Stacking.

blumen perling sonnenblume anwendungsbeispiel auf finger

Unsere Farbideen für sommerliche Blumen-Perlenringe


Gänseblümchen: Weiß, Buttergelb und Mint - frisch, unkompliziert und ideal für den Alltag.

- Sonnenblume: Sonnengelb, Bernstein und Waldgrün - kräftig, warm und besonders schön zu Naturtönen.

- Pfirsichblüte: Transparentes Rosé, Salbei und Gold - romantisch und leicht.

Meeresgarten: Türkis, Koralle und Creme - perfekt für Urlaub und Strandlook.

- Lavendelfeld: Flieder, Violett und zartes Grün - weich, aber dennoch farbig.

- Minimalistisch: Transparent, Weiß und ein einzelner Metallic-Akzent - modern und elegant.


Für eine ruhige Wirkung wählen wir drei Farben im Verhältnis 60-30-10: eine dominante Blütenfarbe, eine ergänzende Blatt- oder Basisfarbe und eine kleine Akzentfarbe für die Mitte. Für einen verspielten Look gestalten wir jede Blüte etwas anders. Eine Farbe wiederholen wir jedoch im gesamten Ring, damit das Muster zusammengehörig wirkt.

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